Für Eltern & Vormünder

Verstehen, was auf der Reise passiert — und wer Ihr Kind begleitet.

Der Gedanke, dass Ihr Kind oder Mündel für eine Weile mit einer fremden Betreuungsperson unterwegs ist, kann beunruhigend sein. Hier beantworten wir die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden.

Warum eine Reisemaßnahme?

Ein neuer Rahmen, wenn bisherige Hilfen nicht ausgereicht haben.

Mobile ISE wird nie leichtfertig vorgeschlagen. Sie kommt dann infrage, wenn andere Formen der Jugendhilfe nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben und Ihr Kind von einer sehr engen, kontinuierlichen 1:1-Begleitung profitieren würde — losgelöst vom bisherigen Umfeld.

Die Entscheidung für diese Maßnahme wird gemeinsam mit dem zuständigen Jugendamt getroffen. Sie als Eltern oder Vormund werden in diesen Prozess einbezogen, so weit es die jeweilige Fallkonstellation zulässt.

Was Sie erwarten können

Klare Standards für Sicherheit und Betreuung.

  • Eine feste, qualifizierte Betreuungsperson begleitet Ihr Kind durchgängig — 24 Stunden am Tag.
  • Vor der Maßnahme findet eine sorgfältige Auswahl des Dienstleistungspartners statt, wo Eignungen und Rahmenbedingungen geprüft werden.
  • Es gibt klar geregelte Kommunikationswege mit dem jungen Menschen, der Betreuungsperson und dem Jugendamt während der gesamten Reise.
  • Zum Ende der Maßnahme steht die strukturierte Überleitung zur Anschlussperspektive im Mittelpunkt.

Häufige Fragen

Antworten auf das, was Eltern und Vormünder am meisten bewegt.

Wer genau betreut mein Kind auf der Reise?

Die Betreuungsperson wird über einen geprüften Dienstleistungspartner gestellt — vergleichbar einer spezialisierten Fachkräftevermittlung für die Jugendhilfe. Wir wählen sie gezielt anhand von Erfahrung und Persönlichkeit passend zu Ihrem Kind aus. Vor Beginn findet ein Kennenlernen statt, bevor die eigentliche Reise startet.

Wie sicher ist eine Reisemaßnahme?

Jede Maßnahme durchläuft ein strukturiertes Clearing, in dem Risiken, gesundheitliche Aspekte und organisatorische Rahmenbedingungen geprüft werden. Es gibt ein festgelegtes Notfallkonzept sowie feste Kommunikationswege zwischen Betreuungsperson(en), dem Wildfang Reisen Team und dem Jugendamt.

Wie ist der Kontakt zu meinem Kind während der Reise geregelt?

Art und Umfang des Kontakts werden individuell festgelegt und mit dem Jugendamt abgestimmt. Grundsätzlich gilt: Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit stehen im Vordergrund, angepasst an die pädagogischen Ziele der jeweiligen Maßnahme.

Wie lange dauert eine solche Maßnahme in der Regel?

Die Dauer richtet sich nach den im Hilfeplan festgelegten Zielen und wird gemeinsam mit dem Jugendamt festgelegt und regelmäßig überprüft. Es gibt keine pauschale Laufzeit — die Maßnahme wird individuell begleitet und angepasst.

Was passiert nach der Rückkehr?

Zum Abschluss der Reise erarbeiten wir gemeinsam mit dem Jugendamt eine tragfähige Anschlussperspektive und übergeben eine strukturierte Dokumentation des Verlaufs, damit die weitere Hilfe nahtlos anschließen kann.

An wen kann ich mich mit Fragen wenden?

Sarah Walter koordiniert alle laufenden Maßnahmen und ist die Ansprechperson für Jugendämter. Sophia Reiß und Lisa Heise sind die Ansprechperson für die Sorgeberechtigten und Vormünder — die Kontaktdaten finden Sie auf der Kontaktseite.

Noch offene Fragen?

Wildfang Reisen nimmt sich Zeit für Ihre individuelle Situation.